7.06. 2013

Fünf Marketing-Übersetzungsfehler

Ein globales Geschäft zu verwalten kann schwer sein. Ein besonders wichtiger Teil ist die Lokalisierung von Marketing- und Werbetexten für verschiedene Märkte mit unterschiedlichen kulturellen Bezugspunkten und gesellschaftlichen Konventionen.

Das heißt, dass eine Werbekampagne, die in einem Land ein großer Erfolg gewesen ist, ein absolutes Disaster in einem anderen Land sein könnte. Hier sind 5 Beispiele von Werbemaßnahmen, die durch falsche Übersetzungen und Lokalisierungen ordentlich “in die Hose” gegangen sind:

1. Pepsi bringt deine Vorfahren wieder zum Leben!

Mehrere bekannte westliche Unternehmen haben große Schwierigkeiten bei der Übersetzung ihrer Marketingkampagen in China. Pepsi machte den Fehler, unwissentlich den Slogan “come alive with the Pepsi generation” (‘werde lebendig mit der Pepsi-Generation’) ins Chinesische zu übersetzen. Die wortwörtliche Übersetzung lautete: “Pepsi bringt deine Vorfahren aus dem Grab” – das Pepsi derartige magische Kräfte hat, war uns bislang noch nicht bewusst!

2. Parker Kugelschreiber machen dich nicht schwanger

Als das Unternehmen Parker Pens begann, seine Kugelschreiber auf dem mexikanischen Markt zu vertreiben, wollte Parker seiner Zielgruppe mitteilen, dass “die Stifte in der Tasche nicht auslaufen und den Käufer nicht in Verlegenheit bringen” (englischer Originaltext: ‘won’t leak in your pocket and embarrass you’). Jedoch dachte das Unternehmen, dass das englische Wort “embarrass” (‘peinlich’) ins Spanische als “embarzar” übersetzt werden kann. Das bedeutet allerdings, jemanden zu schwängern. Also lautete die Parker Pens Marketingkampagne tatsächlich: “Die Stifte werden in der Tasche nicht auslaufen und Sie schwängern”. OK, dass ist ziemlich beruhigend!

3. Sharwoods traf den Allerwertesten

Im Jahr 2003 brachte der britische Lebensmittelhersteller Sharwoods eine neue Currysauce heraus, die uns versprach, “deliciously rich” (‘köstlich sattmachend’) zu sein. Das neue Produkt trug den Namen “Bundh”, da es angeblich an ein “traditionelles nordindisches Gericht, was in einem geschlossen Topf gekocht wird”, erinnern sollte. Sharwoods waren so von ihrem neuen Produkt überzeugt, dass sie sogleich eine TV-Werbekampagne für £6 Millionen starteten. Doch nach der Markteinführung erhielten sie mehrere Anrufe von Punjabi-Sprechern, die Sharwoods darüber in Kenntnis setzten, dass “Bundh” dem pandschabischen Wort “Hinterteil” sehr nahe läge. Das ist auf jeden Fall der richtige Weg sich bei Curry-Liebhabern “bum rap “(‘unbeliebt’) zu machen.

4. Hondas nordische Peinlichkeit

Im Jahre 2001 stellte Honda ein neues Auto vor: der “Fitta”. Wenn sich das Unternehmen die Zeit genommen hätte, die kulturellen und sprachlichen Nuancen ihres neuen Marktes zu verstehen, hätten sie bemerkt, dass “Fitta” ein alter, unfeiner Begriff für die weiblichen Genitalien in Schwedisch, Norwegisch und Dänisch ist. Folglich wurde das Auto zu “Honda Jazz” umbenannt.

5. Coca Cola und die klebrige Sachlage

Als Coca Cola in den 1930er Jahren versuchte, seinen Namen ins Chinesische zu übersetzen, ergab eine wortwörtliche Übersetzung je nach Dialekt “weibliches Pferd, das mit Wachs befestigt ist” oder “beißen Sie die Wachskaulquappen”. In einem verzweifelten Versuch, ihren chinesischen Namen zu ändern, durchforschte Coke 40.000 chinesische Schriftzeichen, um das phonetische Äquivalent “kekoukele”, was “Glück im Mund” in Chinesisch bedeutet, zu finden. Das zeigt, dass selbst die kleinsten Übersetzungsfehler schwerwiegende Folgen für ein gesamtes Unternehmen haben können.