5.07. 2013

Der Online-Übersetzungsservice von Google rettet das Leben von russischen Touristen

Letzte Woche verhinderte ein pensionierter Polizist mit gesundem Menschenverstand und der Smartphone-Übersetzungstechnologie eine Katastrophe in Frenchtown, New Jersey.

Scott Johnson, 46, verließ am Sonntag gegen 13:00 Uhr die Rollschuhbahn mit seinem Sohn und bemerkte bei einem Blick über die Route 29 Richtung Kingwood Boat Ramp, dass sich eine Familie darauf vorbereitete, im Delaware Fluss zu schwimmen.

Johnson, der sein ganzes Leben in Frenchtown gewohnt hat, erklärte, dass er eine Familie mit Schwimmbrettern sah, die gerade im Fluss schwimmen gehen wollten und sagte zu seinem Sohn: “Die können auf keinen Fall in diesen Fluss gehen… Das wird böse enden. Gerade am Tag zuvor ist jemand in Knowlton gestorben!”

In letzter Zeit häufen sich Vorfälle, bei denen Schwimmer und Bootsfahrer von den berüchtigten Unterströmungen des Flusses überwältigt wurden. Vor zwei Wochen ertrank ein 70-jähriger Mann während einer Kanufahrt in Illinois auf dem regen-geschwollenen Delaware Fluss in Lower Mount Bethel Township, Northampton.

Ein paar Tage später ertranken zwei Jugendliche in einem Pickup-Truck, da sie einen Zusammenprall mit einem entgegenkommenden Auto vermeiden wollten. Sie stürzten eine Böschung hinunter und in den Fluss hinein.

Erstaunt über das Schwimmbecken-Spielzeug, mit dem die Familie im Fluss baden gehen wollte, ging Johnson auf den älteren Mann zu und fragte ihn, ob er denn wirklich mit diesen Utensilien in den Fluss gehen wolle.

Der Unbekannte erwiderte, dass er “kein Englisch” spreche und Johnson versuchte daraufhin ihm mit Händen und Füßen zu erklären, nicht im Fluss schwimmen zu gehen, aber er wurde nicht verstanden.

Glücklicherweise schaltete Herr Johnson schnell und fragte die Möchtegern-Schwimmer, welche Sprache sie sprechen ̶ vorauf sie“Russisch” antworteten. Obwohl er zuvor noch nie den Google Übersetzer benutzt hatte, tippte er schnell die Geschichte eines früheren Unglücks in Warren Country ein: der Strom war zu schnell, die Schwimmbretter waren nicht sicher genug, der Fluss stand sehr hoch und der nächste Sturm war auf dem Weg.

“Gehen Sie bitte nicht in den Fluss”, erklärte Johnson. Ein zweiter russischer Mann mit seinen zwei jungen Töchtern stieß dazu und schloss sich dem Gespräch an.

Johnson zeigte beiden Männern die Übersetzung der Geschichte und sie lächelten dankbar und fingen an, ihre Sachen zusammenzupacken. Johnson und sein Sohn fuhren nach Hause. Der Pensionär erklärte, dass er es als selbstverständlich empfand, die Fremden über die Gefahren des Flusses aufzuklären. “Viele Leute wissen nicht, dass sie in unsere Gegend kommen, um zu sterben”.

Haben Sie irgendwelche Erfahrungen gemacht, in denen maschinelle Übersetzungen Menschen das Leben gerettet haben? Wenn ja, würden wir gerne Ihre Geschichte hören.