28.08. 2013

Google arbeitet mit Übersetzern zusammen, um die afrikanische Sprachübersetzung zu verbessern

Google Afrika hat freiwilligen Helfern die Aufgabe gestellt, die Qualität der Beta-Übersetzungen der afrikanischen Sprachen, einschließlich Zulu, Igbo, Somali und Yoruba, zu bewerten. Ein Google+ Beitrag machte Werbung dafür, dass Sprecher dieser Sprachen die Initiative ergreifen sollten, übersetzte Textstellen vom und ins Englische als “schlecht”, “mittelmäßig”, “gut” oder “sehr gut” zu bewerten. Mit der Hilfe von Muttersprachlern, welche gute und schlechte Übersetzungen problemlos identifizieren können, erhofft sich Google, dass System für diese Sprachen zu verbessern, um sie letztendlich bei Google Translate, dem beliebtesten maschinellen Übersetzungsservice, hinzuzufügen.

Obwohl diese Sprachen nicht dieselbe Anzahl wie englische oder spanische Muttersprachler haben, ist die Zahl nicht unbedeutend. Im Jahr 2007 hatte Zulu eine geschätzte Anzahl von 10,4 Millionen Muttersprachlern und 16 Millionen Menschen, welche die Sprache als Zweitsprache beherrschen. Igbo-Sprecher wurden in demselben Jahr auf rund 25 Millionen geschätzt, Somali-Muttersprachler auf 17 Millionen und Yoruba hatte erstaunliche 28 Millionen. Auf Grund des hohen Bevölkerungswachstums in Afrika in den letzten Jahren sind diese Zahlen wahrscheinlich noch deutlich gestiegen.

Daraus lässt sich schließen, dass Google mit diesen neuen Sprachen möglicherweise über 68 Millionen Menschen helfen wird, ihre eigene Sprache in über 70 andere Sprachen zu übersetzen. Wenn man bedenkt, dass die französische Sprache 70 Millionen Muttersprachler hat, sind die 68 Millionen der afrikanischen Sprachen eine signifikante Zahl.

Dieser Schritt macht weiterhin deutlich, dass Google Märkte mit sprachlichen Nischen sucht und danach strebt, den künftigen Wohlstand der Muttersprachler dieser Sprachen auf der ganzen Welt zu verbessern, da mehr Menschen Zugriff auf das Internet haben werden und diese Dienste nutzen können. Allerdings hat Afrika die schlechteste Internetanbindung im Vergleich zu anderen Kontinenten – gerade einmal 15%, im Gegensatz zu Asiens 27% und 40% des Nahen Ostens. Vielleicht wird Googles Loon Projekt dabei helfen, die Internetversorgungsrate in Afrika zu verbessern, da dieses Projekt WiFi-Zugang für abgelegene Gebiete fördert, wo der Internetzugang schlecht ist.