27.10. 2014

Neun Gründe, warum Transkreation Ihre Suchmaschinenoptimierung verbessert

Unternehmen, die international expandieren möchten, werden schnell bemerken, dass eine Lokalisierung ihrer Webseiten und Marketingkommunikation nötig ist, um auch in anderen Teilen der Welt erfolgreich zu sein.

Das Internet wird nicht länger von der englischen Sprache dominiert; Verbraucher, deren Muttersprache nicht Englisch ist, bevorzugen lokalisierte Online-Inhalte. Tatsächlich geben viele dieser Nutzer an, Webseiten gänzlich zu vermeiden, wenn sie nicht korrekt in ihre jeweilige Muttersprache übersetzt wurden. Marken bekommen diesen Trend zunehmend zu spüren und handeln entsprechend: Die Nachfrage nach Transkreation und Webseiten-Lokalisierung ist branchenweit enorm gestiegen.

Viele Firmen ignorieren Transkreation jedoch nach wie vor bei ihren Strategien für die OnPage-Suchmaschinenoptimierung – anstatt Parameter wie die Häufigkeit der Suchwörter in der Zielkultur und Nutzerabsichten zu berücksichtigen oder gar eine ordentliche Recherche zu den Schlüsselwörtern im Zielmarkt durchzuführen, lassen Firmen Schlüsselwörter lieber Wort für Wort in die Zielsprache übersetzen. Die meisten von uns wissen, dass eine maschinelle Übersetzung der Ausgangstermini keine hohe Qualität in der Zielsprache garantiert. Viele Firmen scheinen hingegen immer noch davon überzeugt, jeglicher fremdsprachige Inhalt helfe, ihre Suchmaschinenoptimierung zu verbessern, auch wenn er maschinell erzeugt wurde. Leider ist das nicht der Fall.

John Mueller, Webmaster Trends Analyst bei Google, hat 2010 im  Google Produktform erörtert, dass Marken keine erfolgversprechenden Inhalte produzieren können, wenn ihre Webseiten mithilfe von Google Übersetzer oder anderen maschinellen Übersetzungstechnologien übersetzt wurden.

Die Google Suchmaschine könnte mit derartigen Inhalten nur schwer umgehen, erklärte er und fügte hinzu: „Wenn wir feststellen, dass eine Seite einer Webseite ausschließlich automatisch generierte Inhalte umfasst, entfernen wir sie u. U. von unserem Index. Wenn wir feststellen, dass der Großteil aller Seiten automatisch generierte Inhalte ausmacht (beispielsweise, wenn eine Seite maschinell übersetzt wurde und dann für alle Sprachen auf diese Weise erschlossen wurde), dann entfernen wir u. U. die komplette Webseite von unserem Index. Das mag vielleicht etwas rigoros erscheinen, aber Inhalte für Suchmaschinen automatisch zu generieren ist wirklich keine gute Idee und pure Verschwendung unserer Ressourcen.

„Wenn Sie lokalisierte Inhalte für Ihre Kunden bereitstellen möchten, empfehle ich, entweder mit professionellen Übersetzern zusammenzuarbeiten oder die beliebten Widgets von JavaScript zu verwenden, die keine indexierbaren Inhalte erzeugen. Wenn Sie sich für ein Widget entscheiden, geben Sie den Nutzern auch die Möglichkeit, zwischen einem automatisierten Übersetzungstool und einem Übersetzungstool ihrer Wahl zu wählen.“ Mit anderen Worten betrachtet Google maschinell übersetzte Inhalte als überflüssige Inhalte und entfernt sie mit großer Wahrscheinlichkeit von seinem Index, sollten sie in den Google Suchergebnissen landen. Firmen sollten also immer auf professionelle Übersetzer zurückgreifen, um akkurate Übersetzungen des Quelltextes und damit einen hohen Rang in den Suchergebnissen zu erzielen. Für wirklich zuverlässige Ergebnisse in den Suchmaschinen sollten Marken ihren Inhalt jedoch lokalisieren lassen. Folgende Gründe sprechen dafür:

1. Wirklich einzigartiger Inhalt

Im Rahmen von Transkreation erschaffene Inhalte sind wirklich einzigartig, da sie nicht nur für die Zielgruppe relevant, sondern oft auch ganz anders verfasst sind als der Quelltext. In Anbetracht der immer leistungsfähigeren Suchmaschinen und maschinellen Übersetzungstools ist es nur logisch, für jede einzelne Ihrer Webseiten einzigartige Inhalte zu erstellen. Mithilfe des Transkreation-Prozesses gelingt das effektiv und zuverlässig.

2. Höhere Anzahl der Klicks

Sie erzielen höhere Klickraten in organischen Suchanfragen, wenn Sie Ihre Seitentitel und Metabeschreibungen an den Zielmarkt anpassen. Das wiederum signalisiert den Suchmaschinen, dass Ihr Inhalt relevant für die Suchanfrage ist und weiter oben in den Suchergebnissen angezeigt werden sollte.

3. Reduzierte Absprungrate

Wenn sich Nutzer von den Suchergebnissen zu Ihrer Webseite durchgeklickt haben und dann aber nach kurzer Zeit wieder zu den Suchergebnissen zurückkehren, vermittelt das den Suchmaschinen die falschen Signale. Es gibt ihnen zu verstehen, dass Ihr Inhalt nicht relevant oder von minderer Qualität ist. Daraufhin stufen die Suchmaschinen Ihre Webseite weiter unten in den Suchergebnissen ein.

Eine reduzierte Absprungrate ist also der Schlüssel zu erhöhter Präsenz im Web. Sie bezeugt Suchmaschinen qualitativ hochwertige und zuverlässige Inhalte und verfestigt Ihre Position in einem bestimmten Nischenmarkt. Webseiten-Lokalisierung und Transkreation des Quelltextes können dabei wesentlich helfen, Ihre Absprungraten zu reduzieren.

4. Verlängerte Verweilzeit

Je anregender oder passender Ihr Inhalt ist, desto länger verweilen Nutzer auf Ihrer Webseite. Ähnlich wie bei der Absprungrate senden auch Verweilzeiten Signale an die Suchmaschinen. Längere Verweilzeiten weisen dabei auf höhere Relevanz und Nützlichkeit hin.

5. Wiederholte Besuche

Wiederholte Besuche auf Ihrer Webseite senden nicht nur die richtigen Signale an die Suchmaschinen, sondern wirken sich auch direkt auf Ihr Ranking in den individuellen Suchergebnissen aus. Sowohl Google als auch Bing bieten eingeloggten Nutzern personalisierte Suchergebnisse, die Webseiten im Vergleich zu standardmäßigen, natürlichen Suchanfragen von Nutzern, die Ihre Webseite bereits zuvor besucht haben, oft weiter oben in der Rangliste anzeigen. Je mehr wiederholte Besuche Sie von diesen Nutzern erhalten, desto weiter oben erscheint Ihre Webseite künftig in relevanten Suchanfragen.

6. Erhöhte Präsenz in sozialen Netzwerken

Ob das Ranking einer Marke direkt von ihrer Präsenz in sozialen Netzwerken beeinflusst wird ist ein viel diskutiertes Thema in der Branche. Einige Studien lassen eine Verbindung zwischen Benennungen in sozialen Medien und der Ranghöhe in Suchergebnissen vermuten, jedoch sind viele Kritiker der Meinung, die Präsenz in sozialen Netzwerken hätte nichts mit der Suchmaschinenoptimierung zu tun.

Google selbst liefert dazu widersprüchliche Aussagen. Im Mai 2010 behauptete das Unternehmen, sein Algorithmus bezöge keinerlei Signale aus sozialen Netzwerken ein. Im Dezember 2010 hingegen gab Google das Gegenteil bekannt, bevor es dann im Januar 2014 wieder erstere Position bezog. Wie dem auch sei, Ihre Präsenz in sozialen Netzwerken kann Ihrer Marke indirekt zu verbesserter Suchmaschinenoptimierung verhelfen, denn sie erhöht die Trefferquote sowie die Wahrscheinlichkeit, dass Inhalte zu Ihrer Marke geteilt oder weitergeleitet werden. Und lokalisierte Inhalte, die auf die Vorlieben und Verhaltensweisen der Nutzer im Zielmarkt abgestimmt sind, werden dabei mit noch höherer Wahrscheinlichkeit geteilt.

7. Mehr relevante Rückverweise

Ein wichtiger Strategieaspekt für Suchmaschinenoptimierung ist die Schaffung von mehr relevanten, hochwertigen Rückverweisen (Links zu Ihrer Webseite). Viele Experten auf dem Gebiet der Suchmaschinenoptimierung glauben, dass Signale von Rückverweisen die stärksten Signale sind, die Google bei der Bestimmung von Qualität und Relevanz der Seite zur Verfügung stehen. Es ist essentiell, Rückverweise von hochwertigen Webseiten aus dem Zielland zu erhalten, da dies die Relevanz gegenüber Nutzern in der Zielregion bestätigt.

Der Transkreation-Prozess erlaubt Marken, für Nutzer des Ziellands relevante Inhalte zu schaffen. Dies wiederum regt die Benennung der Marke in sozialen Netzwerken an (wie oben beschrieben) und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Links zu Ihrer Webseite in lokalen Nachrichten oder anderen relevanten Blogs im Zielland geteilt werden.

8. Erhöhtes Vertrauen = gefestigte Position

Suchmaschinen geben ihr Geheimnis nicht preis; aus dem Grund weiß niemand so genau, wie sie das Ranking der einzelnen Webseiten berechnen und kompetent bestimmen. Bei einem jedoch sind sich Experten einig: Gefestigte Positionen im Markt über Einfluss auf das Ranking aus.

Man geht davon aus, dass Aspekte wie Art, Qualität und Relevanz von eingehenden Links, Absprungraten, Verweilzeit und wiederholten Besuchen als Parameter für ein höheres bzw. niedriges Vertrauen in die Webseite gelten. Positive Bewertungen und ein positiver O-Ton im Internet könnten auch als beitragende Faktoren angesehen werden.

Qualitativ minderwertige Übersetzungen haben dabei sicherlich einen negativen Einfluss auf Vertrauen und Position, aber selbst akkurate Übersetzungen bewirken bei den Nutzern in der Zielkultur oft nicht die gewünschten Emotionen oder Handlungen. Hier wird die Notwendigkeit von Transkreation ganz deutlich. Nur dann können Inhalte nämlich Vertrauen schaffen und für eine gefestigte Position der Marke im Web sorgen.

9. Höhere Konversionsraten

Sinn und Zweck von Suchmaschinenoptimierung ist die Erhöhung der Konversionsraten. Je nach Geschäftsmodell könnte das erhöhte Dateidownloads, Verkäufe oder Kundenkontakte bedeuten. Eine wohl überlegte Strategie zur Suchmaschinenoptimierung wäre es also, sich als Teil der umfassenden Geschäftsstrategie auf die Ziele der Webseite zu konzentrieren.

Die Konversionsrate einer Webseite ist ein äußerst wichtiger Leistungsindikator, anhand dessen sich die Wirksamkeit der Marketingstrategie zur Suchmaschinenoptimierung ablesen lässt. Jedes Unternehmen sollte über gewisse Tools verfügen, um diese Raten analysieren zu können.

Durch Transkreation, bei der nicht nur Texte, sondern auch Bilder, Logos, Symbole und Farben angepasst werden, können Beteiligung und Konversionsraten in lokalen Märkten nachweislich erhöht werden. Unternehmen können in Zusammenarbeit mit einem kompetenten Transkreation-Team ihre digitale Webseite für den Zielmarkt aufbauen, testen und optimieren, und dabei alle zuvor erwähnten Parameter verbessern, damit der Weg für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung und Marketingstrategie im Ausland geebnet wird.