24.01. 2013

Warum Menschen mit dem konstanten sprachlichen Wandel mithalten können

Zwei Psychologie-Professoren der Universität Cornell in dem Bundesstaat New York, USA, haben herausgefunden, dass ein flexibles Lernsystem es Menschen ermöglicht mit der konstanten sprachlichen Veränderung mitzuhalten. Im Gegensatz zu anderen Lebewesen können Menschen in verschiedener Art und Weise miteinander kommunizieren. Cayuga, eine Nord-Irokesen Sprache, die von nur etwa 100-200 Muttersprachlern gesprochen wird, ist eine synthetische Sprache. Dies bedeutet, dass Wörter aus vielen Morphemen zusammengesetzt werden und ein ganzer Satz aus nur einem Wort bestehen kann. Die Sprache !Kung besteht aus sogenannten ‘clicks’, was bedeutet, dass Sprachlaute als Konsonanten benutzt werden. Diese Sprache wird in Angola, Botswana und Namibia gesprochen. Straits Salish hingegen ist eine Sprache, welche im Nordwesten des Pazifiks gesprochen wird. Sie wird durch Agglutination (d.h., dass die meisten Wörter durch zusammengesetzte Morpheme gebildet werden) und Konsonantenklustern (d.h. eine Gruppe von Konsanten ohne Vokale, die dazwischen auftreten) bestimmt. In dieser Sprache gibt es keinen Unterschied zwischen Verben und Substantiven.

Tiere haben allerdings nur sehr kleine bzw. gar keine Variationen innerhalb ihres Kommunikationssystems. Die Studie der beiden Professoren suggeriert, dass der Mensch so viele Sprache entwickeln kann, weil er ein flexibles Lernsystem hat mit dem er sich dem ständigen sprachlichen Wandel anpassen kann. Co-Direktor Morten Christiansen sagt: “Auf Grund der Kombination der biologischen Anpassung für flexbiles Lernen und kultureller Evolution ist die erstaunliche sprachliche Vielfalt und das jedes Kind jede Sprache lernen kann zu erklären”.